Gelbgold – der Klassiker unter den Trauringen

von Judith Schomaker

Gold gehört zu den wohl kostbarsten Naturprodukten, die einen regelrechten Kultstatus genießen. Für Gold wurden Morde begangen, es diente als Totenbeigabe und als Zahlungsmittel, wobei das Gold selber eine nicht enden wollende und bewegende Geschichte hat. Die Kostbarkeit und Exklusivität von Gold fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden, bis heute dient Gold als das Material schlechthin, wenn es um die Materialwahl für den künftigen Trauring geht.

Um eine optimale Haltbarkeit und Kratzfestigkeit zu gewährleisten, sollte eine möglichst hohe Legierung für den Trauring aus Gold gewählt werden, schließlich soll er ein Leben lang schick aussehen. Aber nicht nur für die Optik ist die Legierung entscheidend, je höher die Legierung (750/1000 ist ideal), desto näher kommt der Farbton dem warmen Ton des reinen Goldes gleich. Dieses „Mischverhältnis“ gibt an, wie hoch der Gewichtsanteil am Gesamtgewicht aus reinem Gold besteht. Bei 750/1000 wären es demnach 75% reinen Goldes!

Für einen Trauring reines Gold zu verwenden, ist aufgrund der geringen Härte des Goldes unüblich, daher werden fast ausschließlich legierte Formen verwendet. Als Beigabe für diese Mischung dienen hauptsächlich Kupfer und Silber, Palladium wird bei den Weissgolden verwendet. Durch die Legierung wird eine höhere Härte erzielt, die für das tägliche Tragen des Trauringes nützlich ist, außerdem wird dem Gold dadurch mehr Dichte und Zugfestigkeit verliehen und spiegelt sich letztendlich auch in Preis und Tragekomfort wieder.

Von einer niedrigen Legierung, etwa 333/1000, für Trauringe sollte man aufgrund des hohen Kupferanteils besser absehen. Verfärbungen auf der Haut sind vorprogrammiert und ebenso leidet die Haltbarkeit unter dieser Wahl, denn der Trauring wird auf Dauer porös und brüchig. 585/1000 Legierungen sind farblich und qualitativ der 750/1000er Legierung fast gleichzusetzen, einzig im Preis ist dieser Goldanteil günstiger.

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