FAQ Trauringe

von Judith Schomaker

Für angehende Brautpaare ist die Wahl der richtigen Trauringe eine tiefgreifende Erfahrung – und nicht zuletzt eine echte Herausforderung. Die Auswahl ist riesig, sowohl in bezug auf das Material, als auch in Sachen Form und Farbe. Natürlich darf bei all den Auswahlmöglichkeiten auch eines nicht zu kurz kommen: Der persönliche Geschmack. Immerhin wird der Ehering zum täglichen Begleiter und muss sowohl Ihm, als auch Ihr nicht nur physisch passen, sondern auch dem Stil entsprechen. Wir haben die wichtigsten Fragen rund um den Trauring für Sie zusammengestellt!

Lässt sich die Ringweite im nachhinein ändern?
Manchmal ist es nötig, die Eheringe nach jahrelanger Tragzeit den veränderten körperlichen Bedürfnissen anzupassen. Eheringe, die im Laufe der Jahre zu eng oder zu weit geworden sind, fristen nicht selten ihr Dasein in der Schmuckschatulle. Das muss nicht sein, denn im Prinzip lassen sich alle Eheringe den veränderten Bedürfnissen ihrer Träger anpassen. Am einfachsten geht das natürlich bei einfarbigen und fugenlosen Eheringen. Sie können mit einer speziellen Maschine geweitet oder verengt werden. Ein Ehering, der aus mehreren Legierungen besteht, zum Beispiel dreifarbige Trauringe, können so ebenfalls noch bis zu einem gewissen Grad verändert werden. Schwieriger wird es, wenn die Trauringe ein Oberflächenmuster aufweisen oder Steine eingefasst sind. Doch auch dann ist es möglich, die Weite des Rings noch zu verändern, allerdings mit deutlich höherem Aufwand und meistens nur direkt beim Hersteller des Rings.

Kann man Silberringe als Trauring verwenden?
Können kann man schon, doch die Spuren des täglichen Tragens gehen an einem Silberring nicht vorbei. Da es sich bei den meisten Silberringen in der Schmuckherstellung um 25er Sterlingsilber handelt, eine sehr hohe, feine Legierung, ist das Material entsprechend weich. Beim täglichen Tragen sind die Alltagsspuren wie Riefen und Rillen daher nicht vermeidbar. Andere Materialien, die härter sind, eignen sich daher deutlich besser als Material für Trauringe.

Welcher Trauring ist haltbarer: Platin oder Gold?
Im Vergleich zu Gold ist reines Platin deutlich härter und zäher! Zwar wird Gold für die Herstellung von Trauringen legiert, um es härter und wiederstandsfähiger zu machen. Es reicht in seiner Härte und Haltbarkeit jedoch auch dann nicht an die des reinen Platins heran, das auch nach Jahrzehntelanger Tragzeit kaum Abriebspuren aufweist. Ein Ehering aus Platin ist daher eine echte Anschaffung fürs Leben!

Wie empfindlich ist ein Brillantbesatz?
Als einziger Edelstein eignet sich ein Brillant für den täglichen Gebrauch. Für einen Ehering ist ein Brillant daher die beste Wahl, da so hart ist, dass er nicht an Glanz verliert.

Wie lange hält die Gravur eines Eherings?
Ein Leben lang eher selten! Je nach Gravurtiefe und Platzierung wird eine Gravur irgendwann unleserlich und verschwindet ganz. Deutlich empfindlicher als eine Innengravur ist dabei die Außengravur, die vielen äußeren Einflüssen und einem hohen Abriebgrad ausgesetzt ist. Dennoch ist eine Gravur über Jahre hinweg haltbar und kann jederzeit nachgraviert werden!

Was bringt ein Rhodiumüberzug?
Rhodium wird meistens dazu verwendet, um Weißgold aufzuhellen. Allerdings trügt der Schein, denn das Metall wird mittels Elektrolyse nur oberflächlich aufgebracht. Durch das tägliche Tragen nutzt es demnach entsprechend schnell ab. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn die meisten Ringe bekommen durch das tägliche Tragen Gebrauchsspuren und Kratzer – es fällt daher kaum auf, dass der Rhodiumüberzug irgendwann verschwunden ist.

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