Der Verlobungsring!

von Alexander König

Die „Erfindung“ des Verlobungsrings geht auf Papst Stephan I. zurück, der im Jahr 254 nach Christus als kirchliches Oberhaupt herrschte. Er war ein extremer Verfechter der ewigen Ehe „bis das der Tot das Paar scheidet“ und führte als Versprechen der Ehe den Verlobungsring ein. So sollte der künftige Ehemann seiner künftigen Ehefrau einen Ring übergeben, der die Eheabsicht – und damit die ewige Treue – schon vor der eigentlichen Eheschließung besiegelte. 

Im Mittelalter wandelte sich dann die Sinnbildhaftigkeit des Verlobungsrings. In dieser Zeitepoche diente er dazu, den Erhalt der Mitgift zu protokollieren – als eine Art Empfangsbestätigung für die angehende Ehefrau sozusagen. Später, um das 15. Jahrhundert rum, kamen erstmals Verlobungsringe mit Diamanten besetzt auf. Ein Trend, der sich bis heute gehalten hat und immer wieder, besonders bei berühmten Paaren beobachtet werden kann.

Bis heute ist der Verlobungsring also keineswegs ein altbackenes Ritual. Ganz im Gegenteil. Seine Symbolkraft hat der Verlobungsring bislang nicht verloren, zeigt er doch die Form des Kreises und steht so, wie der Ehering auch, als Zeichen der Ewigkeit. Während der Verlobungsring in der Vergangenheit schon das ein oder andere Mal kurzzeitig in der Versenkung verschwand, ihm kaum noch Beachtung und Bedeutung geschenkt wurde, wiederfährt dem Verlobungsring seit einigen Jahren wieder eine echte Renaissance.

Besonders beliebt sind dabei Verlobungsringe aus Silber, da sie zum einen nur ein geringes Budget verschlingen. Zum anderen werden Verlobungsringe aus Silber auch mehr und mehr als modisches Accessoire verstanden und dienen dabei nicht „nur“ der Verlobung, sondern werden auch als Freundschaftsring gerne getragen. Auch goldene Verlobungsringe als Pendant zum späteren goldenen Ehering treffen bei liebenden Paaren auf Anklang.