Der typische Ehering

von Judith Schomaker

Der einfache goldene Ring, wie er noch heute als Synonym für den Ehering steht, wird erst seit dem 16. Jahrhundert getragen. Doch einen Ring zur Vermählung gab es schon bei den alten Römern und Ägyptern, allerdings vorwiegend aus Eisen. Sie trugen ihn am linken Ringfinger, denn von hier aus führten die Adern direkt zum Herzen, dem Zentrum der Liebe. Der Brauch, den Trauring am Finger zu tragen, wurde bis heute beibehalten und auch Gravuren und Diamantbesatz für den Ehering waren in der Antike schon gängig. Christliche Bedeutung erlangte der Ehering allerdings erst zu Zeiten Papst Nikolaus` und steht seither als Sinnbild für die eheliche Bindung und die lebenslange Liebe des Paares.

Obwohl die Eheschließung für die meisten Menschen zum wichtigsten Ereignis im Leben zählte und kaum Kosten und Mühen gescheut wurden, um ein pompöses Fest zu zelebrieren, waren Eheringe bis vor einigen Jahren eher von schlichter Natur. Der typische Goldene Ehering, schlicht gehalten aus einem einfachen Metallband ohne Verzierungen und nur durch eine Inschrift gekrönt, galt lange Zeit als Maßstab für DEN Ehering schlechthin. Dennoch war er keineswegs günstig oder gar billig!

Seit einigen Jahren hat sich dieses Paradebild von einem Ehering deutlich gewandelt. Verstärkt wird bei der Auswahl Wert auf optische Akzente gelegt und der Ehering forciert mehr und mehr zum Schmuckring. Unterschiedliche Edelmetalle kommen zum Einsatz und werden mitunter kunstvoll miteinander verschmolzen, auch Außengravuren und Symbole drängen immer mehr in den Vordergrund. Der Trend geht klar zum lebenslangen Accessoire, eines hat der moderne Ehering dennoch nicht verloren: Er symbolisiert die ewige Liebe und Zugehörigkeit zum Partner!

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