Der Trauring und seine Geheimnisse

von Judith Schomaker

Ganz so wie die Liebe, hat auch der Trauring seine kleinen Geheimnisse – mit einem Unterschied! In der Liebe ist es manchmal besser, wenn das ein oder andere Geheimnis auch wirklich geheim bleibt. Wer hingegen das kennt, was hinter der Fassade der Eheringe steckt, der kann die künftigen Trauringe ganz nach seinen Wünschen und Vorlieben auswählen und sich über eine lange Haltbarkeit freuen, die ihn auch nach jahrelanger Tragezeit noch stilvoll und edel erscheinen lässt.

Die Legierung entscheidet maßgeblich über die Optik und Härte des Eherings. Sie bezeichnet das Mischungsverhältnis, also das Rezept, nach dem die unterschiedlichen Edelmetalle miteinander verschmolzen werden. Reines Feingold beispielsweise wäre viel zu weich und würde dem täglichen Tragen kaum standhalten, außerdem wäre nur ein Farbton möglich. Juweliere bedienen sich daher unterschiedlicher Legierungen, etwa mit Silber, Kupfer oder Palladium, um dem Feingold verschiedene Farbschläge zu geben und die Ringe „alltagstauglich“ zu machen.

Die Zahlen 333, 585 oder 750 geben dabei an, wie viele Anteile an Feingold ausgehend von 1.000 Gesamtanteilen im Ehering enthalten sind. Auch Palladiumlegierungen kommen vermehrt zum Einsatz. Das silbrig weiße Metall wird vor allem jedoch zur Herstellung von Weißgold verwendet, da es dem Gelbgold seine Farbe entzieht. Eigenständige Palladiumlegierungen finden erst seit kurzem Verwendung und bestechen durch ihre strahlende Eleganz, meist in der 950er Legierung.

Ebenso wie die Legierung, spielt auch die Oberflächen-Struktur eine Rolle für die Haltbarkeit der Optik von Trauringe. Hochglanz polierte Ringe sind zwar anfälliger für kleine Kratzer als mattierte Oberflächen, doch ebenso schnell ist ihre brillante Optik durch professionelles Aufpolieren wieder hergestellt. Daneben stellen gebürstete, diamantierte oder eismatte Ringoberflächen eine netter Alternative zum klassischen Hochglanz Ring dar.

In Sachen Profilwahl sollte der persönliche Favorit durch sein ansprechendes Erscheinungsbild, aber auch durch seine Haptik ausgewählt werden. Die meisten Eheringe sind auf der Innenseite leicht gewölbt (bombiert), was die Tragbarkeit wesentlich angenehmer macht, als ein gerader Ring. Auch das äußere Erscheinungsbild der Ringe kann durch unterschiedliche Profile beeinflusst werden und bietet, etwa bei rechteckigen Formen, die Möglichkeit, Gravuren an der Außenseite anzubringen. Daneben gibt es beispielsweise linsenförmige Eheringe in verschiedenen Stärken und Ausprägungen, flach gewölbte Ringe, dünne Eheringe oder Ringe mit Softlinien, die eine ebenmäßige Wölbung annehmen.

Durch den Einsatz von Lasertechnik ist die Vielfalt der Trauringgravuren um einiges gewachsen. Symbole, Zeichen oder sogar die eigene Handschrift lassen sich damit auf den Ring bringen, der gestalterischen Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt. Ebenso die Platzierung der Gravur, innen, außen oder auf dem Rand – ganz wie das Brautpaar es wünscht und der gewählte Ring es zulässt. Platin bietet in Sachen Gravur übrigens ein ganz besonders schönes Highlight. Die Schrift kann mithilfe von Feingold auf das Platin appliziert werden und ergibt einen wunderschönen Gravur-Stil, nach dem sich so manch einer umdrehen wird.

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